Mensch

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Mensch

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Mensch [m…õn É], der; -en, -en:
a) mit Vernunft und Sprache ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen:
der schöpferische Mensch; der Mensch galt lange als Krone der Schöpfung; die Fähigkeit zu sprechen ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier.
Syn.: ‚ÜĎ Gesch√∂pf, Sterbliche (dichter.), Sterblicher (dichter.), ‚ÜĎ Wesen.
Zus.: Durchschnittsmensch, Gem√ľtsmensch, Nachtmensch, Vernunftmensch, Willensmensch.
b) bestimmte Person, Persönlichkeit:
ein junger, alter, gesunder, kranker Mensch; einen Menschen lieben, verachten; Menschen wie du und ich; diesem Menschen ist nicht zu helfen.
Syn.: ‚ÜĎ Individuum, Leute <Plural>, ‚ÜĎ Type (ugs.);
‚ėÜ kein Mensch: niemand:
kein Mensch war auf der Straße.

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MeŐ£nsch1 ‚Ć©m. 16‚Ć™
1. das höchstentwickelte Lebewesen
3. ‚Ć©umg.‚Ć™ Kerl (bes. als grobe, scheltende Anrede)
‚óŹ \Mensch, h√∂r damit auf! ‚óŹ \Mensch Meier! ‚Ć©umg.‚Ć™ (Ausruf des Erstaunens); des \Menschen Sohn Christus (Selbstbez. Christi); des \Menschen Wille ist sein Himmelreich ‚Ć©Sprichw.‚Ć™ ‚óŹ den alten \Menschen ablegen, einen neuen \Menschen anziehen (nach dem Epheserbrief, 4,22/24) ein neuer M. werden, sich zum Guten √§ndern; \Mensch, √§rgere dich nicht!¬ģ ‚Ć©ein Gesellschaftsspiel‚Ć™; einen \Menschen betr√ľgen, bewundern, hintergehen, lieben, sch√§tzen, verachten, verehren; der \Mensch denkt und Gott lenkt ‚Ć©Sprichw.‚Ć™ der M. vermag nichts ohne Gottes Hilfe; oft entwickeln sich die Dinge anders, als man zuvor angenommen hat; einem \Menschen glauben, misstrauen, vertrauen; kein \Mensch muss m√ľssen ‚Ć©nach Lessing; sprichw√∂rtl.‚Ć™ (bes. als Antwort auf eine Aufforderung) ich lasse mich nicht zwingen; man muss die \Menschen nehmen, wie sie sind man muss sich anpassen; sein: er ist auch nur ein \Mensch er kann auch nicht mehr leisten, als in seinen Kr√§ften liegt, er ist auch nicht ohne Fehler ‚óŹ alle \Menschen; als alter, junger \Mensch urteilt man anders; er ist ein ganz anderer \Mensch geworden er hat sich sehr (zu seinem Vorteil) ver√§ndert; ein √§ngstlicher, furchtloser, tapferer, tatkr√§ftiger \Mensch; ein anst√§ndiger, bescheidener, egoistischer, ehrlicher, guterzogener, hilfsbereiter, selbstloser \Mensch; der √§u√üere \Mensch die √§u√üere Erscheinungsform des Menschen; du musst etwas f√ľr deinen √§u√üeren \Menschen tun ‚Ć©umg.‚Ć™ dich mehr pflegen; ein eigensinniger, freundlicher, netter, ganz nat√ľrlicher \Mensch; die ersten \Menschen ‚Ć©AT‚Ć™ Adam u. Eva; du benimmst dich wie der erste \Mensch! ‚Ć©umg.; scherzh.‚Ć™ unbeholfen, unerfahren; ein gescheiter, kluger, langweiliger \Mensch; einen gesitteten \Menschen aus jmdm. machen ihn erziehen, Anstand lehren; ein guter \Mensch, aber ein schlechter K√ľnstler, Maler, Musiker, S√§nger ‚Ć©umg.; scherzh.‚Ć™ (um ein ung√ľnstiges Urteil √ľber k√ľnstler. F√§higkeiten zu mildern); sie ist nur noch ein halber \Mensch ‚Ć©umg.‚Ć™ abgemagert, k√∂rperlich u. seelisch angegriffen; jeder \Mensch hat seine Fehler; das konnte kein \Mensch ahnen niemand; \Menschen verachtend = menschenverachtend ‚óŹ an Gott und den \Menschen zweifeln v√∂llig verzweifelt sein; sich auf einen \Menschen (nicht) verlassen k√∂nnen; f√ľr einen \Menschen Achtung, Liebe, Verehrung, Zuneigung, Hass, Mitleid empfinden; sich f√ľr einen \Menschen einsetzen; den Umgang mit anderen \Menschen meiden, suchen; er ist gern unter \Menschen in Gesellschaft; er ist eine Seele von einem \Menschen ‚Ć©umg.‚Ć™ herzensgut, gutm√ľtig; von \Mensch zu \Mensch mit jmdm. sprechen ohne konventionelle Schranken ‚óŹ sehet, welch ein \Mensch! (Joh. 19,5); welcher \Mensch vermag das? wer [<ahd. mennisco, √§lter mannisco; zu mennisc ‚Äěmenschlich‚Äú; zu man(n) ‚ÄěMensch‚Äú, got. mannisks ‚Äěmenschlich‚Äú; zu manna ‚ÄěMensch‚Äú; ‚Üí Mann]
‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ
MeŐ£nsch2 ‚Ć©n. 3; umg.; bes. oberdt.; meist abwertend‚Ć™ weibliche Person, Frau, M√§dchen ‚óŹ ein liederliches \Mensch [‚Üí Mensch1]

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1MeŐ£nsch , der; -en, -en [mhd. mensch(e), ahd. mennisco, √§lter: mannisco, eigtl. = der M√§nnliche, zu ‚ÜĎ Mann]:
a) mit der Fähigkeit zu logischem Denken u. zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung u. Erkenntnis von Gut u. Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen:
der schöpferische M.;
M. und Tier;
eine nur dem -en eigene Fähigkeit;
b) menschliches Lebewesen, Individuum:
der moderne M.;
die -en verachten;
ein M. von Fleisch und Blut (ein wirklicher, lebendiger Mensch);
etw. als M. (vom menschlichen Standpunkt aus) beurteilen;
R der M. ist ein Gewohnheitstier (scherzh.; kann sich von seinen Gewohnheiten nicht so leicht lösen);
‚ėÜ kein M. mehr sein (ugs.; v√∂llig ersch√∂pft, am Ende seiner Kraft sein);
nur [noch] ein halber M. sein (nicht [mehr] im Vollbesitz seiner Kräfte sein);
wieder M. sein (ugs.; sich wieder in einem menschenw√ľrdigen Zustand befinden);
c) bestimmte Person, Persönlichkeit:
ein gesunder, kranker M.;
ein genialer, fr√∂hlicher, vern√ľnftiger M.;
er ist ein M. mit sicherem Auftreten;
sie hat endlich einen -en (jmdn., der sie versteht u. dem sie vertrauen kann) gefunden;
f√ľr einen -en sorgen;
sich nicht nach anderen -en richten;
sie geht nicht gern unter -en (unter die Leute);
Spr des -en Wille ist sein Himmelreich;
‚ėÜ kein M. (niemand);
wie der erste M. (ugs.; sehr unbeholfen, ungeschickt);
wie der letzte M. (ugs.; √ľbel, in √ľbler Weise);
ein neuer/anderer M. werden (1. sich zu seinem Vorteil √§ndern. 2. sich gr√ľndlich erholen);
etw. f√ľr den √§u√üeren -en tun (sich pflegen u. gut kleiden);
etw. f√ľr den inneren -en tun (gut essen u. trinken);
von M. zu M. (im vertraulichen, privaten Zwiegespräch);
d) <o. Pl.> (salopp) als burschikose Anrede, oft auch ohne persönlichen Bezug in Ausrufen des Staunens, Erschreckens, der Bewunderung:
M., da hast du aber Gl√ľck gehabt!;
‚ėÜ M. Meier! (salopp; Ausruf des Erstaunens).
2MeŐ£nsch , das; -[e]s, -er [schon mhd. mensch (Neutr.) = der Mensch] (landsch., meist abwertend):
weibliche Person, Frau.

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Mensch
 
[althochdeutsch mannisco, eigentlich ¬Ľder M√§nnliche¬ę, zu Mann], Homo sapiens, einzige rezente Art der zur Familie Hominidae gestellten Gattung Homo, der alle heute lebenden Menschen angeh√∂ren. Im zoologischen System geh√∂rt der Mensch zu den S√§ugetieren in die Ordnung Herrentiere. Der Mensch ist das Lebewesen mit dem am h√∂chsten entwickelten Gehirn. Gegen√ľber allen Tieren nimmt er durch seine F√§higkeit, sachorientiert zu denken und zu sprechen, eine Sonderstellung ein. Seine k√∂rperlichen Merkmale einschlie√ülich der Entfaltung des Gehirns sowie sein Sozialverhalten und seine Emotionen k√∂nnen in vielen F√§llen von nichtmenschlischen Primaten her abgeleitet werden.
 
 Biologie
 
 
Wo die erste und entscheidende Phase der Hominidenevolution ablief, d. h., wo die Wiege der Menschheit ist, war lange Zeit umstritten. Die √§ltesten und vollst√§ndigsten Dokumente stammen mittlerweile aus Afrika, besonders √∂stlich des Grabenbruches, weniger gut datierte Funde auch aus dem s√ľdlichen Afrika.
 
Die menschliche Evolutionslinie geht von menschenaffen√§hnlichen Formen (Propliopithecus und Aegyptopithecus) des fr√ľhen Oligoz√§ns (vor rd. 38 Mio. Jahren) aus. Aus dem unteren Mioz√§n (vor 25 Mio. Jahren) liegen Reste von mehreren Hominoidenarten vor, unter denen Proconsul africanus durch Funde am besten belegt ist. Der fr√ľher als unmittelbarer Vorl√§ufer der Hominiden betrachtete Ramapithecus wird mittlerweile der direkt zu den Orang-Utans f√ľhrenden Linie zugeordnet. Der √§lteste, mit Sicherheit bekannte Hominide ist Australopithecus (Australopithecinen). Der vor etwa 2 Mio. Jahren auftretende Homo habilis wird an den Anfang der Entwicklungslinie gestellt, die zum heutigen Menschen gef√ľhrt hat. Ihm wird im Wesentlichen die Herstellung von Steinwerkzeugen (Pebble-Tools, Ger√∂llger√§te) zugeschrieben. Au√üerdem wird aufgrund spezieller Untersuchungen die Existenz einer bereits dem Broca-Sprachzentrum entsprechenden Hirnwindung angenommen. Die Entwicklungsstadien sind im Einzelnen strittig, wobei aber feststeht, dass zuerst die zweibeinige (bipede) K√∂rperhaltung und Fortbewegungsweise erworben wurden und danach erst die Entfaltung des Gehirns weit √ľber das bei h√∂heren Affen erreichte Ma√ü hinaus erfolgte. Evolutions√∂kologische Hypothesen, die aus ethologischen Studien h√∂herer Primaten entwickelt wurden, nehmen derzeit an, dass kooperatives Handeln, u. a. Jagen, die f√ľr die Gehirnentwicklung erforderliche Energiemenge bereitstellte, gleichzeitig auch zu einer Rollendifferenzierung der Geschlechter beitrug. Hominiden-Weibchen sind wegen der Jungenaufzucht auf kooperierende M√§nnchen angewiesen. Diese profitieren ebenfalls von Beziehungskonstanz durch Sicherung der Fortpflanzungsm√∂glichkeit. Vor etwa 1,5 Mio. Jahren (oder noch fr√ľher) taucht Homo erectus auf, der weitgehend die K√∂rpergestalt des heutigen Menschen hat; er ist diejenige Art, die sich erstmals √ľber Afrika hinaus nach Asien und Europa ausbreitete. Er war geschickt im Herstellen von Werkzeugen (Faustkeile, Abschl√§ge; Clactontechnik), entwickelte die F√§higkeit, Feuer zu machen, und jagte erfolgreich gr√∂√üere Tiere. Von hier ging die Entwicklung zum Homo sapiens √ľber eine fr√ľharchaische und eine sp√§tarchaische Form zum anatomisch modernen Menschen, dessen Sch√§delbau sich grunds√§tzlich nicht mehr von dem des heute lebenden Menschen unterscheidet. Dieser anatomisch moderne Homo sapiens sapiens ist seit mehr als 100 000 Jahren durch Skelettfunde in Afrika (S√ľd√§thiopien, S√ľdafrika) belegt. Von dort breitete er sich √ľber S√ľdwestasien bis Europa und Westasien aus, wo er sich (nach neueren Theorien) mit der vermutlich dort lebenden Bev√∂lkerung des archaischen Homo sapiens vermischte und diese sp√§ter abl√∂ste. Zumindest die Ausbreitungstheorie wird durch DNA-Analysen, aus denen Stammbaumrekonstruktionen m√∂glich sind, gest√ľtzt. Europa und Asien wurden mindestens seit Beginn der letzten Zwischeneiszeit (vor rd. 125 000 Jahren) vom Neandertaler besiedelt, der vor rd. 30 000 Jahren wieder verschwand und durch Homo sapiens sapiens abgel√∂st wurde. Zwar besa√ü v. a. der Sch√§del des Neandertalers eine Reihe altert√ľmlicher Merkmale, doch stand er in K√∂rperbau und auch von der Entwicklungsstufe her dem anatomisch modernen Menschen sehr nahe. Der Neandertaler wird gelegentlich als eine an die eiszeitlichen Lebensbedingungen angepasste Form des archaischen Homo sapiens angesehen.
 
Kennzeichen des Menschen:
 
Den Menschen zeichnet der Besitz einer Reihe anatomischer und physiologischer Besonderheiten aus, die jedoch zum größten Teil auch - zumindest in Ansätzen - bei seinen nächsten Verwandten, den höheren Primaten, festzustellen sind; dies weist auf eine langsame, nur allmählich erfolgte Entwicklung des Menschen aus seinen Vorfahren hin.
 
Das f√ľr den Menschen spezifische Merkmal ist der aufrechte Gang, bei dem im Unterschied zu anderen zweif√ľ√üigen Arten der Rumpf senkrecht gehalten und die Kniegelenke mehr oder weniger gestreckt werden. Mit der Aufrichtung verbunden sind charakteristische Ver√§nderungen im St√ľtz- und Bewegungssystem, v. a. Wirbels√§ule, Becken, Ges√§√ümuskulatur, Arm- und Beinl√§nge betreffend. Es wird vermutet, dass sich der aufrechte Gang von Baumbewohnern mit Anpassungen an das Hangeln ableitet, Hinweise darauf sind w√§hrend der Embryonalentwicklung des Menschen und als Atavismen auftretende Merkmale, wie l√§ngere Arme als Beine, abgespreizte Gro√üzehe, die urspr√ľngliche Anpassungen an die hangelnde Lebensweise darstellen.
 
Der Sch√§del des Menschen zeigt im Vergleich eine deutliche Volumenzunahme, die v. a. durch das Zur√ľckweichen des Gesichtssch√§dels unter den Hirnsch√§del erm√∂glicht wird. Hierdurch wird dem relativ gro√üen Gehirn des Menschen Platz geboten; jedoch ist weder die absolute noch die relative (im Vergleich zur K√∂rpergr√∂√üe) Gehirngr√∂√üe des Menschen einmalig und besonders; kennzeichnend f√ľr ihn ist jedoch die im Vergleich extreme Ausdehnung der Gro√ühirnrinde durch Faltung.
 
Bei den Fernsinnen ist das Riechzentrum verh√§ltnism√§√üig zur√ľckgebildet, ebenso das Geh√∂r, was z. B. durch die nahezu funktionslosen Ohrmuscheln zum Ausdruck kommt. Hingegen ist der Gesichtssinn gut ausgepr√§gt, die Augen sind nach vorn gerichtet. Alle diese Entwicklungen haben sich jedoch bereits auf der Stufe der Halbaffen vollzogen.
 
Charakteristisch ist die Entwicklung des Gebisses. Durch die Vergr√∂√üerung des Hirnsch√§dels bei gleichzeitiger Verkleinerung des Gesichtssch√§dels tritt eine starke Verk√ľrzung der bei vielen anderen Primaten ausgepr√§gten Schnauze ein, die Kiefer werden graziler, ebenso die Z√§hne. Diese Entwicklung wurde wahrscheinlich dadurch beg√ľnstigt, dass der Mensch die Nahrung aufbereiten konnte, zum anderen dadurch, dass die Z√§hne - durch die F√§higkeit zur Waffenherstellung - nicht mehr zur Verteidigung gebraucht wurden. Mit einer Verkleinerung des Vordergebisses und der Eckz√§hne geht das Verschwinden der Affenl√ľcke einher. Die Zahnzahl blieb erhalten, bis auf den letzten Mahlzahn, der jedoch als ¬ĽWeisheitszahn¬ę h√§ufiger nicht mehr ausgebildet wird.
 
Das neben Aufrichtung und Gehirnentwicklung auff√§lligste Merkmal ist die R√ľckbildung des Haarkleides, wobei eine Behaarung in der Embryonalentwicklung angelegt ist und in einzelnen Hautbezirken als Atavismus auftreten kann (z. B. Tierfelln√§vus) und die Bildung von G√§nsehaut vom ¬ĽFellstr√§uben¬ę abgeleitet werden kann. Unter den verbliebenen ¬ĽHaarinseln¬ę (Kopfhaar, Achsel- und Schamhaar, Bart) stehen Achsel- und Schamhaar eventuell in funktionaler Verbindung mit Duftdr√ľsen. Der Bart hat Signalwert als Kennzeichen des Mannes.
 
Die Haut des Menschen besitzt wesentlich mehr Schwei√üdr√ľsen als die Haut der h√∂heren Primaten, daf√ľr jedoch eine erheblich verminderte Zahl von Duftdr√ľsen, die auf die Scham- und Aftergegend sowie die Achselh√∂hle beschr√§nkt sind. An Weichteilbildungen sind die Br√ľste, die gleichzeitig auff√§lligstes sekund√§res Geschlechtsmerkmal der Frau sind, ein Eigenmerkmal des Menschen, ebenso die stark ausgest√ľlpten Schleimhautlippen und die stark entwickelten Schamlippen. Das Jungfernh√§utchen, das oft als typisch menschliches Merkmal genannt wird, findet sich dagegen auch bei anderen Primaten (z. B. Gorilla).
 
Der Mensch reiht sich mit einer Chromosomenzahl von 23 gut in der Primatenreihe ein (Menschenaffen 24, Gibbons 22-26). Etwa die H√§lfte der menschlichen Chromosomen stimmt bis auf fehlende Endst√ľcke mit denen der Menschenaffen √ľberein, bei den √ľbrigen finden sich v. a. in der Reihenfolge umgekehrte (Inversion) oder zus√§tzliche St√ľcke (Insertion). Chromosom Nummer 2 ist offensichtlich aus der Verschmelzung von zwei Menschenaffenchromosomen entstanden. Einzelne Gene und damit deren Produkte (Eiwei√üe) sind sehr √§hnlich, so ist z. B. das H√§moglobin des Menschen in allen vier Ketten identisch mit demjenigen des Schimpansen, und das des Gorillas unterscheidet sich durch eine Stelle je Kette. Insgesamt unterscheiden sich die Eiwei√üe und damit die entsprechende Erbsubstanz von Menschen und afrikanischen Menschenaffen in weniger als 1 %.
 
Fortpflanzung, Entwicklung:
 
Sowohl die mehrt√§gige Monatsblutung als auch die Einnistungstiefe des Eies und die Einzelgeburten als Regelfall hat der Mensch mit den √ľbrigen Primaten gemeinsam. Die Geburtenh√§ufigkeit betreffend, ist auch beim Menschen eine H√§ufung nachts zu beobachten sowie ein Geburtenmaximum Anfang des Jahres. Wesentlich ung√ľnstiger als bei den Primaten ist beim Menschen das Verh√§ltnis der Weite des Geburtskanals zur Kopfgr√∂√üe des Neugeborenen; auch ist das menschliche Neugeborene im Vergleich im Reifegrad zur√ľck (¬Ľphysiologische Fr√ľhgeburt¬ę nach A. Portmann), und die nachgeburtliche Entwicklung verl√§uft ebenfalls langsamer als bei den anderen Primaten: weibliche Geschlechtsreife heute etwa mit 13 (andere Primaten 9), Abschluss des L√§ngenwachstums mit etwa 16-18 (11) Jahren. Die Dauer der Fortpflanzungsf√§higkeit (bei der Frau 35 Jahre) ist bei den Menschenaffen in etwa gleich (Schimpansenweibchen 30 Jahre), erheblich h√∂her ist hingegen beim Menschen die verbleibende Lebensspanne nach Erl√∂schen der Fortpflanzungsf√§higkeit, die in erheblichem Ma√üe kulturell erworben wurde.
 
 
Bei Wirbeltieren, besonders bei warmbl√ľtigen Tieren, liegen bereits viele Verhaltensweisen vor, die eine stammesgeschichtliche H√∂herentwicklung zum Menschen verst√§ndlich machen. Man kann aus vielen Leistungen auf komplizierte Vorstellungskomplexe schlie√üen, die allgemein als typisch anzusehen sind: Bildung von (averbalen) Begriffen, entsprechend einfache Schl√ľsse und Urteile sowie darauf basierendes planvolles oder ¬Ľeinsichtiges¬ę Handeln (z. B. Werkzeugbenutzung bei Menschenaffen) ebenso wie stark gef√ľhlsbetonte Vorstellungs- und Empfindungskomplexe, die analog zu beim Menschen beobachtbaren Empfindungen als Angst, Mut, Gleichg√ľltigkeit, Freude bezeichnet werden k√∂nnen. Ebenso k√∂nnen Vorstufen einer Ichvorstellung und sogar von √§sthetischen Empfinden festgestellt werden. Dies zeigt, dass die geistige und k√∂rperliche Entwicklung zum Menschen offenbar allm√§hlich erfolgte und es somit oft schwierig ist, eine klare Grenze zwischen Mensch und Tier zu ziehen. Was den Menschen prinzipiell vom Menschenaffen unterscheidet, ist die Sprachmotorik; den Affen fehlt das Broca-Sprachzentrum, Kehlkopf und Stimmb√§nder besitzen keine zum Sprechen geeignete Struktur.
 
Die Sprache war es auch, die dem Menschen beziehungsweise seinen Vorfahren die Entfaltung der heute bestehenden Kultur erm√∂glichte, wobei in der Geschwindigkeit der Kulturentwicklung eine gleichm√§√üige Beschleunigung festzustellen ist: So vergingen zwischen Beginn der Herstellung primitiver Stein- und Knochenwerkzeuge bis zu deren Differenzierung und Verfeinerung sowie dem Beginn der Kunstentwicklung im Aurignacien mehr als 1,7 Mio. Jahre, von dessen Ende bis zur Entstehung der ersten Hochkulturen (vor rd. 7 000-9 000 Jahren) etwa 25 000 Jahre; das Maschinenzeitalter begann erst vor 200 Jahren und das ebenso umw√§lzende Atomzeitalter vor etwa 60-70 Jahren. Dies l√§sst darauf schlie√üen, dass am Anfang die Kulturentwicklung noch durch erbliche √Ąnderung vonstatten ging; allerdings schon mit einer erheblichen Geschwindigkeit, wenn man bedenkt, dass f√ľr die Entwicklung des Gehirns von dem Vormenschen bis zum Homo sapiens etwa 85 000 Generationen (zu je 20 Jahren gerechnet) zur Verf√ľgung standen; die Auslese muss also intensiv gewesen sein. Sp√§ter trat eine weitere Beschleunigung ein durch die Entstehung der motorischen Sprachregion, die Verst√§ndigung, abstraktes Denken und kulturelle Fortentwicklung durch Tradierung erm√∂glichte.
 
 
Obwohl aus dem evolutiven Prozess hervorgegangen, hat der Mensch eine ausschlie√ülich instinktm√§√üige Determination √ľberschritten; der Mensch hat seinen naturalen ¬ĽOrt¬ę verloren. Er wird von der Sorge um sich selbst, von Angst und Hoffnung bestimmt und bringt ¬ĽGeschichte¬ę hervor, in der er sich selbst zu verwirklichen und zu ¬Ľschaffen¬ę sucht. Dieses eigent√ľmlich Menschliche wird in den Religionen thematisiert. Von den erkennbaren Anf√§ngen in pr√§historischer Zeit an sieht sich der Mensch konstituiert aus dunklen tierischen und zugleich √ľbermenschlichen Kr√§ften, sodass er erst durch Praktizierung kultischer Handlungen von der Geburt bis zum Tod (¬Ľrites de passage¬ę, Opfer u. a.) sowie durch Einhalten ethischer Forderungen (Tabuvorschriften) im eigentlichen Sinn Mensch werden kann. Der Tod erschien hierbei immer als die ihn total bedrohende, aber niemals einfach akzeptierte Z√§sur (Bestattungsriten, Glaube an ein ¬ĽWeiterleben¬ę, Ahnenkult). Die Schaffung von Kultur war dem Menschen aufgegeben und begr√ľndete seine Sonderstellung, andererseits wurde sie als ein immer neues Schuldigwerden erfahren (Verlust der ¬Ľparadiesischen Unschuld¬ę), die rituelle Ents√ľhnung erforderlich machte. In den fr√ľhen Hochreligionen wurden diese Auffassungen weiterentwickelt: der Mensch ist - vornehmstes - Gesch√∂pf von personalen G√∂ttern, aber auch (wie diese selbst) Teil der Natur (oft im Sinne einer Leib-Seele-Anthropologie systematisiert); seine Bestimmung ist die kultische Verehrung der G√∂tter, in manchen Religionen (z. B. √Ągypten, Babylon) auch ethisches Verhalten, gelegentlich schon die Kultivierung der Erde (Ackerbau, Arbeit, Stadtbau u. a.). Der sich zun√§chst g√§nzlich kollektiv (als Teil von Sippe, Stamm, Volksgemeinschaft) verstehende Mensch findet erst allm√§hlich durch den Glauben an personale Gottheiten, aber auch durch ¬Ľpolitische¬ę Krisen, zum Bewusstsein seiner Individualit√§t. Die seit der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. entstehenden universalen religi√∂sen Theorien setzen diese Entwicklung voraus und greifen eine der vorgegebenen Linien auf; gemeinsam ist ihnen eine Bestreitung oder wenigstens Relativierung der kultischen Selbstverwirklichung des Menschen. Dualistische Religionen sehen den Menschen eingespannt in eine radikale Polarit√§t von Gut und B√∂se, Geist und Materie beziehungsweise Leib; der Mensch muss sich verwirklichen im ethischen Kampf. In den monistischen Religionen (v. a. Asiens) verlieren - au√üer im Volksglauben - personale Gottheiten an Bedeutung, somit ist auch der individuelle Mensch eine uneigentliche oder sogar zu √ľberwindende Konkretion des All-Einen, zu dem er durch Ethik und die √úberwindung aller Bindung an die Geschichte zur√ľckkehren soll. In den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind Welt und Mensch Sch√∂pfung des alleinigen personalen Gottes, vor dem der Mensch sich am Ende f√ľr sein Tun, das somit bleibende Geltung besitzt, zu verantworten hat. Umfassendes Menschsein besteht also in der ¬ĽSelbstverwirklichung¬ę vor (dem gerechten und gn√§digen) Gott. F√ľr Judentum und das Christentum des Neuen Testaments ist der Mensch eine Ganzheit, erst aus der griechischen Tradition wurde der Leib-Seele-Dualismus in die sp√§tere christliche Dogmatik √ľbernommen. Durch die Bibelwissenschaft sowie die Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie wird in der Theologie ein ganzheitliches Verst√§ndnis des Menschen wieder st√§rker vertreten.
 
 Philosophie und Soziologie
 
In der Philosophie bildet die Frage nach dem Sein und dem Wesen des Menschen eines der urspr√ľnglichsten Themen. Bis zu der relativ sp√§ten Entstehung einer eigentlichen philosophischen Anthropologie im Laufe des 18. und besonders des 19. Jahrhunderts, die in Beziehung steht mit einer inhaltlichen Hinwendung der Philosophie zum Menschen, war die Auffassung vom Menschen eng mit der allgemeinen Ontologie verkn√ľpft. Entscheidend f√ľr das jeweilige Verst√§ndnis vom Menschen ist demnach die unterschiedliche metaphysische Deutung der Wirklichkeit.
 
Es lassen sich hiernach drei wesentliche Standpunkte abgrenzen: das idealistische, das materialistische und das existenzphilosophische Menschenbild. Geht das Erstere von der Annahme eines konkreten, apriorischen Wesens aus, wird ein solches von den anderen beiden Richtungen geleugnet. Während die materialistische Anschauung den Menschen als Funktion der physischen oder ökonomischen Verhältnisse betrachtet, versteht ihn die Existenzphilosophie als eine undeterminierte Möglichkeit; die Selbstbestimmung geschieht hiernach im existenziellen Augenblick der Seinserfahrung oder in der Verwirklichung des eigenen gewählten Entwurfes.
 
F√ľr den antiken Idealismus war es kennzeichnend, dass er den Menschen von der F√§higkeit zum Geist und zur Gemeinschaftsbildung bestimmt sein lie√ü. Im platonischen St√§ndestaat steht der Einzelne jeweils an der Stelle, zu der er durch das in ihm vorherrschende Seelenverm√∂gen bestimmt ist. Das Vernunftverm√∂gen unterscheidet auch nach Aristoteles den Menschen vom Tier und kennzeichnet ihn als ¬Ľanimal rationale¬ę; als solches ist er ein ¬Ľzoon politikon¬ę, ein zum geregelten gesellschaftlichen Zusammenleben bef√§higtes Wesen. In einen kosmopolitischen Rahmen wird diese Bestimmung in der Stoa und im Christentum (Augustinus) gestellt. Hier erscheint der Mensch als der zur Freiheit von der Bestimmung durch Affekte oder materielle Strebungen, als der zur ¬Ľapatheia¬ę und zum Weltb√ľrgertum im allverbindenden Geist Aufgerufene oder als der zur Freiheit vom B√∂sen (¬Ľlibertas a malo¬ę), die zugleich ein Freisein f√ľr das Gute (¬Ľlibertas ad bonum¬ę) darstellt, und zur ¬ĽVerwirklichung des Gottesreiches Begnadete¬ę.
 
Seine Fortsetzung findet dieses Menschenbild im klassischen Humanismus und den Systemen des Idealismus im 18. und 19. Jahrhundert, die das Ideal einer leiblich-seelisch-geistigen Vervollkommnung oder die sittliche Autonomie des Vernunftwesens als menschliches Bestimmungsmerkmal begreifen.
 
Eine dualistische Zuspitzung erf√§hrt das idealistische Menschenbild im Rationalismus (R. Descartes), der den Menschen als antagonistische Einheit von Geist (¬Ľres cogitans¬ę) und K√∂rper (¬Ľres extensa¬ę) auffasst. Da das leibliche Geschehen der Bestimmung durch die mechanistische Gesetzm√§√üigkeit, das geistige aber dem Grundsatz der Freiheit unterliegt, ergibt sich die Schwierigkeit der psychophysischen Verkn√ľpfung, die vom Rationalismus, vom Okkasionalismus und von G. W. Leibniz (pr√§stabilierte Harmonie) verschieden gel√∂st wurde.
 
Der mechanistische Materialismus dehnt die kausale Determiniertheit auf den ganzen Menschen aus; er wird damit zum ¬ĽMaschinenmenschen¬ę (J. O. de Lamettrie). Die empiristische Staatslehre f√ľhrt das Faktum der menschlichen Gemeinschaft im Unterschied zum Idealismus auf die √§u√üere Notwendigkeit einer hypothetischen vertraglichen Absprache zur√ľck, die ein Zusammenleben des urspr√ľnglich nicht sozial veranlagten Menschen (¬Ľhomo homini lupus¬ę) zum allgemeinen Nutzen erm√∂glicht. Von unterschiedlichen materiellen Bestimmungen her wird der Mensch in den verschiedenen Richtungen des Materialismus abh√§ngig gemacht. Die Religionskritik der anthropozentrischen Philosophie von L. Feuerbach sieht in der menschlichen Gottesvorstellung die metaphysische Ausgestaltung eines Ideals vom Menschen (¬Ľhomo homini Deus¬ę).
 
√Ąhnlich ist das Bild vom Menschen in der atheistischen Existenzphilosophie (J.-P. Sartre), die einen neuen ¬ĽHumanismus¬ę verk√ľndet; in ihm wird der Mensch zu sich selbst frei durch den Tod Gottes. Das ¬ĽReich Gottes¬ę weicht der Idee vom ¬ĽReich des Menschen¬ę. Die ehemals tragenden transzendenten Bez√ľge werden diesem Denken unglaubw√ľrdig angesichts der ¬ĽAbsurdit√§t¬ę des Leidens und der Ungerechtigkeit in der geschichtlichen Existenz des Menschen (A. Camus). An die Stelle der transzendenten Sinnfindung tritt die ¬ĽRevolte¬ę gegen das Schicksal des Menschen; das Bewusstsein der Gemeinsamkeit der in der gleichen existenziellen Situation gefangenen Menschen erzeugt die ¬ĽSolidarit√§t¬ę der Menschen. Im Unterschied zum Materialismus versteht der Existenzialismus den Menschen jedoch aus seiner Freiheit, durch die er sich selbst zu dem bestimmt, was er ist.
 
Gegen√ľber den mannigfaltigen metaphysischen Bestimmungen des Menschen in der abendl√§ndischen Philosophie hat die moderne philosophische Anthropologie (A. Gehlen) eine betont antispekulative Haltung eingenommen. Sie l√§sst als einzige Voraussetzung die These gelten, dass eine Wissene vom Menschen m√∂glich sei. Mittels einer ¬Ľerkenntnispraktischen¬ę Methode, die sich als wissenschaftliche pragmatische Hypothesenbildung versteht, erstrebt sie eine universale philosophische Wissenschaft vom Menschen durch die Vereinigung der Ergebnisse der Einzelwissenschaften. Teilhard de Chardin kam dagegen zu einer metaphysikoffenen Evolutionstheorie, die √§hnlich wie die metaphysische Trieb-Geist-Lehre von M. Scheler den Menschen umfassend kosmologisch sieht.
 
In den Sozialwissenschaften wird √ľbereinstimmend als eine der Grundkonstanten menschlichen Lebens anerkannt, dass der Mensch nur als Gesellschaftswesen existieren kann; zur soziokulturellen Pers√∂nlichkeit wird der Mensch danach erst infolge seiner Sozialisation. Diese Determinante l√§sst sich von den fr√ľhesten bekannten Formen menschlicher Gesellschaft, die noch relativ autarke Systeme mit der B√ľndelung aller wichtigen Funktionen f√ľr das soziale Zusammenleben waren, bis zu den heutigen Gesellschaften verfolgen, die aufgrund wachsender weltweiter Verflechtungen hin zu einer umfassenden globalen Gesellschaft mit zahlreichen nicht klar voneinander abgrenzbaren Subgesellschaften tendieren. Historisch gesehen wurde diese Gesellschaftsbildung des Menschen unterschiedlich interpretiert. W√§hrend die griechische Sozialphilosophie (Aristoteles) Gesellschaft und Staat als Resultat des geselligen Wesens des Menschen (¬Ľzoon politikon¬ę) erkl√§rte, verstanden die Theoretiker des Mittelalters die menschliche Gesellschaft als Offenbarung g√∂ttlicher Ordnungsprinzipien. Dem setzte die Aufkl√§rung unterschiedliche Lehren vom Gesellschaftsvertrag (T. Hobbes, J.-J. Rousseau u. a.) entgegen. Das 19. Jahrhundert entwickelte dann einerseits an der Natur orientierte organologische Theorien (H. Spencer) und andererseits konflikt- und klassenorientierte Gesellschaftsauffassungen (K. Marx). Etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts befasst sich die Soziologie mit den Funktionszusammenh√§ngen der menschlichen Gesellschaft, ohne jedoch die alte Streitfrage nach den biologischen oder kulturellen Wurzeln der menschlichen Gemeinschaftsbildung abschlie√üend beantworten zu k√∂nnen.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
Abstammungslehre · Anthropologie · Denken · Evolution · Frau · Gedächtnis · Gehirn · Gesellschaft · Kind · Leben · Mann · Skelett · Sprache · Stoffwechsel
 
 
 
B. Rensch: Homo sapiens (31970);
 
Verhaltensentwicklung bei M. u. Tier, hg. v. K. Immelmann u. a. (1982);
 I. Eibl-Eibesfeldt: Der vorprogrammierte M. (Neuausg. 1985);
 Der M. Anatomie, Physiologie, Ontogenie, hg. v. K. Sommer (Berlin-Ost 111990);
 W. Henke u. H. Rothe: Paläoanthropologie (1994);
 I. Eibl-Eibesfeldt: Die Biologie des menschl. Verhaltens. Grundriß der Humanethologie (31995);
 D. Morris: Der nackte Affe (a. d. Engl., Neuausg. 271995);
 R. E. Leakey u. R. Lewin: Wie der M. zum Menschen wurde (a. d. Engl., Neuausg. 1996);
¬†N. Bischof: Das R√§tsel √Ėdipus. Die biolog. Wurzeln des Urkonfliktes von Intimit√§t u. Autonomie (41997);
 
Grzimeks Enzykl. Säugetiere, Bd. 2 (Neuausg. 1997).
 
 
D. Claessens: Nova natura. Anthropolog. Grundlagen modernen Denkens (1970);
 
R. Albertz: Weltschöpfung u. Menschenschöpfung (1974);
 
A. Zimmermann: Der M. in der modernen Philosophie (1975);
 
R. Girtler: Kulturanthropologie (1979);
 
E. Biser: Menschsein in Anfechtung u. Widerspruch (1980);
 
C. Grawe u. a.: M., in: Histor. Wb. der Philosophie, hg. v. J. Ritter u. a., Bd. 5 (Neuausg. 1980);
 
Kindlers Enzykl. ¬ĽDer M.¬ę, hg. v. H. Wendt u. a., 10 Bde. (Z√ľrich 1981-85);
 
M. Landmann: Philosoph. Anthropologie (51982);
 
W. Pannenberg: Anthropologie in theolog. Perspektive (1983);
 
H. Plessner: Die Frage nach der Conditio humana. Aufsätze zur philosoph. Anthropologie (21985);
 
W. Brugger: Grundz√ľge einer philosoph. Anthropologie (1986);
 
K. Löwith: Sämtl. Schriften, Bd. 9: Gott, M. u. Welt in der Philosophie der Neuzeit (1986);
 
Veränderungen im Menschenbild. Divergenzen der modernen Anthropologie, hg. v. N. A. Luyten u. a. (1987);
 
M. u. Moderne. Beitr. zur philosoph. Anthropologie u. Gesellschaftskritik, hg. v. C. Bellut u. a. (1989);
 
A. Gehlen: Der M. Seine Natur u. seine Stellung in der Welt, 2 Bde. (Neuausg. 1993).
 
Hier finden Sie in √úberblicksartikeln weiterf√ľhrende Informationen:
 
Mensch: Gliederung des Körpers
 
Evolution: Der Mensch erscheint
 
Homo habilis und Homo rudolfensis: Die ersten Menschen
 
Homo erectus: Funde und Fundstellen
 
Homo erectus: Kennzeichen und Evolution
 
Homo erectus: Seine Kultur
 
Mensch: Wo entstand der moderne Mensch?
 
Neandertaler: Dem modernen Menschen recht ähnlich
 
Mensch: Entwicklungslinien in Afrika
 
Mensch: Entwicklungslinien im Fernen Osten und in Australien
 
Mensch: ¬ĽOut of Africa¬ę - der Ursprung des modernen Menschen
 
Mensch: Der moderne Mensch erobert die Erde
 
Mensch: Was ist der Mensch?
 
menschliches Verhalten im Spannungsfeld von Natur und Kultur
 
Mensch: Auf der Suche nach den Urspr√ľngen des typisch Menschlichen
 
Zukunftsbewältigung: Über die spontane Vernunft hinausdenken
 
menschliches Verhalten: Zwischen Kooperation und Konkurrenz
 
Geschlecht und Geschlechtlichkeit
 
Sexualität: Zwischen Liebe und Ausbeutung
 
Ehe: Konflikt und Kooperation zwischen den Geschlechtern
 
Soziobiologie: Was, wenn die Soziobiologen Recht haben?
 
Fortpflanzung zwischen Kindersegen und Kinderfluch, zwischen Manipulation und Opportunismus
 
Mensch: Das kopernikanische Prinzip - Folgerungen f√ľr unser Welt- und Menschenbild
 
Mensch: Sein Lebensraum
 
Mensch versus Natur
 
Ernährung: Was der Mensch isst
 
Welternährung: Gegenwart und Zukunft
 
Mensch: Der Naturzusammenhang des menschlichen Lebens
 
Australopithecinen: Fr√ľhe Menschheitsentwicklung
 
Vorzeit: Spuren der Menschheit in vorgeschichtlicher Zeit
 

* * *

1MeŐ£nsch, der; -en, -en [mhd. mensch(e), ahd. mennisco, √§lter: mannisco, eigtl. = der M√§nnliche, zu ‚ÜĎMann]: a) mit der F√§higkeit zu logischem Denken u. zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung u. Erkenntnis von Gut u. B√∂se ausgestattetes h√∂chstentwickeltes Lebewesen: der denkende, gestaltende, sch√∂pferische M.; M. und Tier; eine nur dem -en eigene F√§higkeit; b) menschliches Lebewesen, Individuum: der moderne M.; Dass Jesus von Nazareth ein M. ist wie du und ich (Thielicke, Ich glaube 32); Sie k√∂nnen nicht sagen, dass ich mich jemals beschwert h√§tte, aber das geht zu weit. Man ist auch nur ein M. (das ist zu viel verlangt!; Kant, Impressum 104); die -en lieben, verachten; Auf die -en, auf den Kunden muss ein Verk√§ufer eingehen, sie verstehen lernen (CCI 13, 1998, 56); ein M. von Fleisch und Blut (ein wirklicher, lebendiger Mensch); Das Thema von Karl Marx war die Ausbeutung des -en durch den -en (Gruhl, Planet 15); etw. als M. (vom menschlichen Standpunkt aus) beurteilen; Ich f√ľhlte mich als M. zweiter Klasse (Schwarzer, Unterschied 79); R der M. ist ein Gewohnheitstier (scherzh.; kann sich von seinen Gewohnheiten nicht so leicht l√∂sen); kein M. muss m√ľssen (scherzh.; niemand kann zu etwas gezwungen werden; nach Lessing, Nathan der Weise I, 3); Spr der M. lebt nicht vom Brot allein (Matth. 4,4); der M. denkt, Gott lenkt; *kein M. mehr sein (ugs.; v√∂llig ersch√∂pft, am Ende seiner Kraft sein); nur [noch] ein halber M. sein (nicht [mehr] im Vollbesitz seiner Kr√§fte sein); wieder M. sein (ugs.; sich wieder in einem menschenw√ľrdigen Zustand befinden); c) bestimmte Person, Pers√∂nlichkeit: ein junger, alter, gesunder, kranker M.; ein kluger, genialer, schwieriger, gl√§ubiger, g√ľtiger, fr√∂hlicher, gebildeter, musischer, verklemmter, vern√ľnftiger M.; dass Vilshofen ein sympathischer M. ... sei (Plievier, Stalingrad 268); Moosbrugger war ... ein gro√üer, breitschultriger M. (Musil, Mann 67); er ist ein M. mit sicherem Auftreten, ohne Lebensart; sie hat endlich einen -en (jmdn., der sie versteht u. dem sie vertrauen kann) gefunden; f√ľr einen -en sorgen; mit fremden -en (Leuten) zusammenkommen; sich nicht nach anderen -en richten; sie geht nicht gern unter -en (unter die Leute); er ist ein Riese von M., von einem -en (ist sehr gro√ü); der Platz war schwarz von -en (ugs.; es waren sehr viele Leute da); zu diesem -en habe ich kein Vertrauen; Spr des -en Wille ist sein Himmelreich; *kein M. (niemand): es war kein M. zu Hause; wie der erste M. (ugs.; sehr unbeholfen, ungeschickt); wie der letzte M. (ugs.; √ľbel, in √ľbler Weise): dieser Wolzogen sah aus und benahm sich wie der letzte M. (Kuby, Sieg 390); ein neuer/anderer M. werden (1. sich zu seinem Vorteil √§ndern: Seine Mutter war, seit sie in Dietersreut lebte, ein ganz anderer M. geworden [Geissler, Wunschh√ľtlein 132]. 2. sich gr√ľndlich erholen); etw. f√ľr den inneren/den √§u√üeren -en tun (gut essen u. trinken/sich pflegen u. gut kleiden); von M. zu M. (im vertraulichen, privaten Zwiegespr√§ch): von M. zu M. verst√§ndigen wir uns gleich (Winckler, Bomberg 145); d) (salopp) als burschikose Anrede, oft auch ohne pers√∂nlichen Bezug in Ausrufen des Staunens, Erschreckens, der Bewunderung: M., da hast du aber Gl√ľck gehabt!; M., Helmut, wie findest du das? (M. Walser, Pferd 22); das war nett von dir, M.!; M. √§rgere dich nicht! (ein Gesellschaftsspiel); *M. Meier! (salopp; Ausruf des Erstaunens).
‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ‚ÄĒ
2MeŐ£nsch, das; -[e]s, -er [schon mhd. mensch (Neutr.) = der Mensch] (landsch., meist abwertend): weibliche Person, Frau: wo treibt sich das M. nur schon wieder herum!; Kein Standesbewusstsein hat das M. ...; mit einem sch√§bigen Kanonier w√§lzt die sich auf dem Teppich (Kirst 08/15, 28); ‚ąô ... f√ľhrst ihn in Spielkompagnien und bei liederlichen -ern ein (Schiller, R√§uber II, 3).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • mensch ‚ÄĒ [men É] n [Date: 1900 2000; : Yiddish; Origin: mensh, from German mensch person ] AmE spoken someone that you like and admire, especially because they have done something good for you ‚Ķ   Dictionary of contemporary English

  • Mensch ‚ÄĒ Nom port√© notamment dans le Haut Rhin et la Moselle. Correspond le plus souvent √† l allemand Mensch (= homme), avec un sens qui reste √† pr√©ciser. Peut aussi √™tre un hypocoristique de divers noms de personne, en particulier Meinhard ‚Ķ   Noms de famille

  • mensch ‚ÄĒ (n.) person of strength and honor, 1907, from Yiddish, from Ger. Mensch, lit. man, person, from O.H.G. mennisco human, from P.Gmc. adjective *manniska human (see MANNISH (Cf. mannish)) ‚Ķ   Etymology dictionary

  • Mensch ‚ÄĒ [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Bsp.: ‚ÄĘ Alle Menschen m√ľssen sterben. ‚ÄĘ Kein Mensch kann das tun ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch


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